Indien

Reise nach Südindien

Frankfurt Bangalore 

Wir starten morgens um 7.22 Uhr mit dem Zug ab Dortmund nach Frankfurt. Paul bringt uns zum Bahnhof nach Dortmund. Mit wenig Verzögerung wegen eines defekten Zuges auf den Schienen kurz vor Frankfurt erreichen wir den Flughafen. Unser Flug mit der Lufthansa startet pünktlich. 

Ohne Zwischenfälle landen wir 8,5 Stunden später in Bengalore in Südindien. Nach den ersten Einreisebeschwerden werden wir von Father Vincent nachts um 3 am Flughafen abgeholt. 

Anreise, P. Vincent holt uns mitten in der Nacht persönlich am Flughafen ab 

Bei den Oblaten des hl Franz von Sales 

Hier sind wir (wieder einmal) zu Gast. Dieses mal in Bengaluru, südliches Indien.

Die 6 Patres und 12 Brüder betreiben hier eine Schule für 1600 Schüler und Schülerinnen. Am Dienstag nach unserer nächtlichen Ankunft besuchen wir die Schule und dürfen in einigen Klassen kurz im Unterricht hospitieren.

Kinder der 1. bis 10. Klasse werden hier im Ganztagsbetrieb unterricht. 

Als katholische Privatschule nehmen sie Kinder mit und ohne Religionszugehörigkeit oder auch aus anderen Glaubensrichtungen auf. 


Ausflug zu Fuß 


Am Nachmittag machen wir einen kleinen Gang außerhalb des Kloster und Schulgeländes. Wirklich sehr vermüllt sind die Straßenränder. Der Verkehr verläuft laut hupend und für unsere Verhältnisse chaotisch und hektisch!!

In einer Seitenstraße entdecken wir eine hinduistische Statue, mitten auf der Straße, bunt mit Blumen geschmückt....wenn nur der ganze Müll rund herum nicht wäre!!!

Schnell haben wir unseren Ausflug also wieder beendet und sind zurück...


Am Abend begleiten wir Pater Vincent zu einem Gemeinde-Gottesdienst in der lokalen Sprache Tamil....wir verstehen nicht viel. Die Atmosphäre und die tolle musikalische Gestaltung durch Vincent begeistern und berühren uns. Er hat eine so beeindruckend schöne Singstimme!

Einblicke ins indische Schulleben

Jeden Morgen gibt es für alle Schüler und Schülerinnen eine Morgenversammlung. Die Schüler stellen sich klassenweise und geordnet in langen Reihen auf dem Schulhof auf.

Der Sportlehrer führt einige gymnastische Übungen mit der ganzen Schülerschaft durch...wirkt etwas militaristisch auf uns...

 Eine Klasse hat die Versammlung jeweils inhaltlich nach thematischer Vorgabe durch die Lehrkräfte vorbereitet. Es werden Themen wie z.B. Gerechtigkeit, Freundschaft, Frieden...behandelt. 

Als wir dabei waren ging es um das Thema "dienen" und "Dienst tun"... kleine Rollenspiele sollten zum nachdenken anregen, ob man nicht selbst auch dem Anderen dienen könnte.

Ehrungen der Geburtstagskinder und besonderer Leistungen werden vom Schulleiter vorgenommen. 

Es wird ein Eid auf die Liebe zur Nation und zur Schule und den Schulregeln gesprochen.

Eine kleine schuleigene Musikkapelle mit Pauken und Trompeten und kleinen Susaphonen spielt schließlich zum geordneten Abmarsch der einzelnen Reihen der Schüler auf. Beeindruckend organisiert. Auch ein wenig beklemmend...aber da gucken wir aus Deutschland vielleicht auch mit einer ganz anderen Brille drauf!

Nach der Messe mit den scn Schwestern beginnt der Tag in der Schule 


Dreitägiger Ausflug mit Pater Vincent in den Südosten 

Wir starten am Mittwoch morgen, nachdem wir zunächst vorher noch zur Aschermittwochsmesse bei einem Schwesternorden waren. Welcher Orden das noch mal genau war haben wir vergessen...fragen wir den Pater!


Unser erster Stopp gilt einer Kokosmilchverkäuferin am Straßenrand. Lecker und total frisch. Auf Sansibar hatte uns die Kokosmilch überhaupt nicht geschmeckt...von daher waren wir erst etwas skeptisch! Fotos dazu findet ihr weiter unten.


Schließlich besuchen wir indische Franziskanerinnen in ..... Pater Vincent kennt hier Sr. Julie gut und sie laden uns zu einem kleinen Imbiss in ihr Ordenshaus ein. Die Schwestern betreiben hier eine Schule für 3600 !!! Mädchen und ein College für 400 junge Frauen. Dort können die besten der Schülerinnen eine Lehrerausbildung machen, um dann später in der ordenseigenen Schule zu unterrichten.


Franziskanerinnen 

Auf der Rundreise mit Father Vincent

Auf dem Weg Richtung Mandurai zum großen Hindu Tempel, trinken wir unsere erstes frisches Kokoswasser am Wegesrand. Doch leckerer, als ich in Erinnerung hatte.

Besuch der Familie von Pater Vincent in dem Dorf Kovilur, wo er aufgewachsen ist. Wieder wurde uns große Gastfreundschaft entgegen gebracht. Wir sind zum Mittagessen eingeladen. Sehr leckere, typisch indische Küche...originaler kann man kaum indisch essen. Ohne Fleisch, weil es Fastenzeit ist.

Unser nächster Halt zur Übernachtung und Abendessen ist im Randgebiet zu Madurai bei Freunden vom Pater. Im bewaldeten Busch vor den Toren der Stadt haben diese eine großartige Villa, die sie als Feriendomizil und Wochenendhaus benutzen. Die Ausmaße der Räumlichkeiten sind für unsere Verhältnisse überdimensioniert, in unserem Schlafzimmer könnte man tanzen oder Fußball spielen... Unfassbar!!

Der Pater ist schock verliebt in die kleine Babytochter der Tochter des Hauses 😘!

Auf den Straßen rund um Mandurai begenet uns so manches Rind 😅!!

Tempel

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Hindutempel Menakshi in Mandurai 

Im Innern des Tempels durfte man keine Fotos machen. Wir mussten Handys und Fotoapparat am Eingang abgeben und unsere Schuhe ausziehen...in Indien geht man viel barfuß auch die Wohnhäuser werden nicht mit Schuhen betreten. Ungewohnt für uns.

Auf den Straßen in Madurai 

Wir fahren weiter zum Meer nach Ramesvaram

Wunderbares Hotel am Strand 

Hier gibt es auch einen Hindutempel. Ein etwas kleiner dimensionierter Tempel. Hier dürfen wir Handy und Kamera mit hinein nehmen. Fotografieren ist zwar nicht unbedingt erlaubt, aber....wir sind zum Glück nicht erwischt worden...die Farben sind einfach wunderbar!

Die südöstlichste Spitze von Indien direkt gegenüber von Sri Lanka. Wundervoll!!

Die Landzunge heißt Danushkori und wurde von einem Zyklon im Jahr 1964 total zerstört. Heute leben hier wieder Menschen in einfachen Hütten.

Die Landspitze heißt ,"Ariemunei."...oder so ähnlich...das habe ich jedenfalls verstanden.🙄

"Welcome to Sri Lanka" sagt unser Handy....denn direkt gegenüber liegt schon die Insel.

Zum Mittagessen, traditionell auf dem Boden sitzend und mit den Fingern essend bei der Mutter von einem Freund von Pater Vincent. Ein unvergessliches Event!!

Dann treffen wir Sr. Jacy in ihrem Heimatdorf Sanagulom. Sie ist aus Deutschland auf Heimaturlaub bei ihrer Familie und fliegt von Bangalore in den nächsten Tagen zurück nach Deutschland. Wir nehmen sie mit!  Sr. Jacy hat genau an diesem Tag Geburtstag. In ihrer Familie werden wir wieder köstlich bewirtet. Das Essen wird auf Bananenblättern angerichtet. 

Jacy....oder auch "Jessica", wie der Pater sie immer nennt...arbeiter in Emsbüren in der Altenpflege und ist seit 15 Jahren in Deutschland tätig.

Oben noch einmal der wunderbar gestaltete Tempelgang.

...unten...mal wieder Babybesuch für den Pater!!😅

Auf den Straßen ist hier echt was los... Angst darf man hier nicht haben. Es gibt zwar eine Straßenverkehrsordnung....aber das scheint nicht jedem bekannt zu sein oder auch einfach egal.😉

Mit Fr Sebastian besuchen wir ein Hospiz, hier leben auch viele Menschen mit geistiger Behinderung.

Sonntag, 26.2.23

Messe bei den Oblaten am ersten Fastensonntag. 

Ich sitze aus Versehen auf der falschen Seite im Gottesdienst, bei den Männern... unangenehm und ein bisschen peinlich, aber ich habe es zu spät bemerkt!!

Ausflug zum Abendessen


Die Patres haben ein neues Auto bekommen, das wollen sie bei einem Abendessen im Restaurant würdigen. Wir sind eingeladen.



Montag, 27.2. - Schule und Stadt

Father Bijess fragt uns, ob wir Lust hätten, ein deutsches Lied mit den Kindern aus den Deutschklassen einzuüben. Haben wir und machen wir!

Wir entscheiden uns für das Segenslied " Einen Mund, ein gutes Wort zu sprechen". Am Montag, 27. Februar gehen wir in die Schule. Die Deutsch- Klassen 5,6 und 7 sind unsere SchülerInnen. Ein leerer Raum wird mit Stühlen, Tafel und E-Piano vom Hausmeister ausgestattet und dann kann es los gehen. Eine zuständige Klassenlehrerin ist nicht dabei... vielleicht hat sie Sorge, wir würden uns kontrolliert fühlen. Kontrolliert wird hier sowieso jede Unterrichtsstunde per Videoaufzeichnung in jedem Klassenraum!!

Wie man im Video erkennen und hören kann, haben die SchülerInnen gut mitgemacht. Es hat uns beiden viel Freude gemacht!! Am Ende wollen alle ein Autogramm .... Sogar die Lehrerin kam ganz verschämt an und hielt uns ein Heft zum Autogramm vor. 

Am Nachmittag fahren wir auf eigene Faust mit dem UberTaxi nach Bangalore in die Stadt. Eine lange Fahrt....ee ist viel Verkehr. Wir lassen uns am Cubbon Park absetzen , da gibt es rund herum einiges an Sehenswürdigkeiten. Ein tuktuk Fahrer spricht uns an einem Stand an und bietet sich für 50 Rupien als Fremdenführer samt Fahrzeug an. Uns ist klar, dass der am Ende mehr Geld haben will...aber wir williigen ein. Er ist ein netter junger Mann und heißt....so weit ich mich erinnere...Sanett. 
Eine uralte Bücherei zeigt er uns, die wir ohne ihn nie gesehen hätten. Parlamentsgebäude des Distrikt. Berühmte Statuen, von Mahatma Gandhi bis Königin Victoria....
Seltsame Begegnung mit indischen Leuten, die sich vor dem Parlamentsgebäude mit uns fotografieren lassen wollen....wir verstehen das nicht, machen aber trotzdem mit. !?!?!? ....es liegt wohl an der hellen Hautfarbe, erklärt uns der Fahrer, das hatten wir auch schon vermutet.
Mittagessen gibt's an einem kleinen Straßenstand.... Sanett sorgt dafür, daß unser Essen weniger "spicy" ist. Zum Schluss ist wie immer der obligatorische Laden des "Schwagers" dran...nun ja, Ich wollte mir sowieso einen Sari und ein indisches Kleid zulegen. Also nutzen wir die Gelegenheit und werden nett beraten.

Besuch der Schwestern

Nach Messe und Frühstück nehmen uns Father Thambi und Father Anil mit auf die Reise nach Kerala zu Sr. Serafina in Aluva. Die beiden haben in der Nähe einen Termin bei Mitbrüdern. Wir starten um 8.30 Uhr in Bangalore und sind um ca. 17 Uhr in Aluva. ..eine weite Fahrt.

Zehn Schwestern und die Novizinnen leben hier zusammen. Die Novizinnen sind zur Zeit außer Haus untergebracht.

Die Schwester zeigt uns ihren Garten. Ein Paradies! Notwendig, weil er zur Selbstversorgung dient und über den Verkauf von Früchten, Eiern und Milch etwas Geld eingenommen werden kann..

Zwei Kühe, Hühner, Gänse und Enten bevölkern das Areal. Muskatnüsse sind die Haupteinnahmequelle, es wachsen zahlreiche Muskatbäume.Mangos, Chilli, Pfeffer, Bananen, Katchackas....und Jackfruit...eine ganz besondere Frucht. Sr. Serafine demonstriert uns zusammen mit dem Hausmeister und Gärtner der Gemeinschaft, wie sie geerntet und gegessen wird. Sehr schmackhaft und von unglaublich schöner Farbe!!!

Das ist alles viel Arbeit und jeder hilft mit.

2.3.2023 Unterwegs mit Sr Serafine und ihrer Nichte Sali

Eine Jackfruit , diese Früchte werden riesengroß. Mit viel Muskelkraft und einem scharfen Messer lassen sie sich öffnen. Man isst das Innere, so knallgelbe Ummantelungen der Kerne . Aus den Kernen wird Mehl zum backen gewonnen.

Am Wasserfall "Athirapilly."...ein wunderbarer Ort in den Bergen. Viele Touristen kommen hier her. Nach einem kleinen Weg kommen wir an. Als Ausländer zahlen wir  den dreifachen Eintrittspreis.So ist das manchmal hier! Für unsere Verhältnisse sind aber 200 Rupien ( etwas mehr als 2€) immer noch erschwinglich.

Sr. Serafine hat ein Auto mit einem Fahrer organisiert und ihre Nichte Sali zum Ausflug eingeladen. 

Wir besuchen anschließend bedeutende Orte, an denen der heilige Thomas gewirkt hat. Als erstes die Stelle am Meer in Kodungallor, an der er 52 nach Christus an Land gegangen ist. Dort steht eine Kirche.

An einem anderen Ort steht eine weitere Kirche zu Ehren des heiligen Thomas, dort gibt es noch Mauerreste aus der Zeit 53 nach Christus.

Nächster Tag

Abschied vom Schwestern Konvent .

Sr Serafine und Sr Greety reisen mit uns an diesem Tag. Stanley, ein Verwandter der Schwester fährt uns. Die Oberin des Hauses ist Sr Joel. Sr Greety ist die Jüngste und studiert Mathematik. Eine andere Mitschwester gibt Deutschkurse. Martha heißt die junge Frau, die in der Küche mitarbeitet. Sie wohnt auch im Haus. Sie sieht aus wie 14 isr aber schon 27!!!

Wallfahrtskirche zu Ehren des heiligen Georg.

Stanley ist der Mann von Sr Serafines Nichte und heute unser Fahrer. Er zeigt uns eine Brotfabrik in Erakulam. Wir dürfen rein, aber nur mit Schutzkleidung. Egal, wie es aussieht 😅

Thomas Nachtrag vom Vortag . Eine Reliquie, ein Knochen aus dem Unterarm des heiligen Thomas, wird in einem verglasten Schrein zur Anbetung ausgestellt. Mauerreste aus dem Jahr 52 nach Christus von der ersten Kirche, die er gebaut hat. 

Der Kunstbegriff ist hier ziemlich anders als bei uns. Diese naiv realistischen Darstellungen haben wir auch in einigen Kirchen gesehen. Man meint, aus europäischer Sicht, das seien Darstellungen für Kinder.  

Ein Ausflug mit dem Boot

Sr. Serafine liebt das Meer, also steigen wir auf ein Boot und unternehmen eine kleine Bootstour.

Eine Kirche zu Ehren Marias ist unsere letzte Station. Wir besteigen den Glockenturm und haben eine tolle Rundumsicht von oben.
Einer Legende nach bringt es Glück, den Platz vor der Kirche zu fegen. Also bewaffnen wir uns auch mit einem Besen und versuchen unser Glück.❤️

Seaside

Auf dem Rückweg zum Konvent bringen sie uns nach Kochi ans Meer zu unserer Unterkunft. "Sea Star" direkt am Meer. Danke für den schönen Tag, Stanley, Sr. Serafine und Sr. Greety.

Jetzt lassen wir es uns hier am Meer gut gehen und erleben noch gemeinsam unseren ersten Sonnenuntergang. Cherai Beach, so heißt der Teil des Strandes hier.

Am Meer geht immer ein Wind, so ist die Hitze meistens erträglicher als in der Stadt. Wir gehen schwimmen. Die meisten Menschen hier können nicht schwimmen. Sie baden in voller Kleidung, Badesachen sind unüblich, ich trau mich trotzdem im Badeanzug an den Strand und hülle mich außerhalb des Wassers direkt in ein großes Badetuch.

Accomodation ...alles was man braucht, außer Frühstück!

Binnenseite ...boah, ist das heute heiß 😎

Planung der Nacht Zugfahrt ...wir fahren mit dem Uber Taxi zum Bahnhof nach Erakulam. Um 22.15 Uhr fährt der Zug.

4./5. März - Nachtzug

Was für ein Abenteuer!! Mit dem Nachtzug fahren wir von Ernakulum in Kerala in 12 Stunden über Nacht nach Bangalore zurück. Mit dem Taxi vom Meer zum Bahnhof dauert es schon länger als geplant. Wir geraten wieder einmal in einen Hindu Festumzug mit viel Getöse und bunten, riesigen Flatterbänder Bäumen, die durch die Straßen getragen werden. Autos stören da nur!

Am Bahnhof angekommen, rein ins Getümmel...es ist wahnsinnig voll und absolut stickig...die Menschen liegen auf dem Boden und schlafen. Wir suchen einen Informationsschalter...oh, jee, stellen wir fest, wir sind am falschen Bahnhof. Was nun? Wieder raus und ein Taxi suchen...aber Glück im Unglück, unser Taxifahrer ist noch da und sieht, das etwas nicht stimmt. Er fährt uns zum richtigen Bahnhof. Puuh!!

Insgesamt ist es mir zum ersten Mal auf unserem Trip ein wenig unwohl...habe direkt ein bisschen Sorgen, ob das alles gut geht!??

Geht es aber, um das Happyend Mal vorweg zu nehmen!!!

Bahnhof richtig, Zug kommt pünktlich, Richtigen Waggon und Plätze sofort gefunden. Alles gut, alles indisch!!

Ich liege in der Mitte und Willi in der dritten Etage....eng ist es auch!! Außer liegen geht hier nicht viel bzw.eigentlich gaaar nix😌😌😌

Als wir endlich Gepäck und uns selbst verstaut haben, schläfert mich das Ruckeln des Zuges schnell ein...wenn bloß das Problem mit der Toilette nicht wäre...1. wie komme ich runter von der Pritsche 2. Wie ist die sanitäre Situation 🙄 und schließlich 3. Wie komm ich wieder hoch, ohne große Unruhe zu verbreiten?

Nützt ja nichts, würde eine meiner liebsten Kollegin dazu sagen und Recht hat sie!!

Wir kommen halbwegs ausgeruht in Bangalore an und ein Taxi bringt uns "nach Hause"....so fühlt es sich direkt an hier bei den Patres ❤️



Mit P. Anil zu einer Jugendmesse und zu den Schwestern "Töchter des hl Franz von Sales", die eine Schule betreiben.

Unterwegs mit Anna und Johannes

Anna und Johannes sind seit Anfang der Woche aus Deutschland auch Gäste der Oblaten in Bangalore. Zwei junge Leute aus Erding bei München, die Pater Vincent aus seiner Zeit in Deutschland kennen. Wir freuen uns!

Abends gehen wir gemeinsam zum Essen ,  Msgr.Arul ist auch mit dabei. Ein schöner Abend! 

Am Dienstag fahren wir gemeinsam los. Zunächst proben wir noch einmal mit den Kindern in der Schule das Lied für die Feier am Donnerstag. Der Musiklehrer begleitet auf dem E-Piano, ein weiterer Kollege spielt Geige und Willi Gitarre. Die Lehrer haben gut mit den Schülern geübt, die Probleme mit Aussprache und Textverteilung aus der ersten Probe sind so gut wie weg. Ein wenig beschäftigen wir uns noch einmal mit den komischen Umlauten ö und ü ...wird schon!! 

Aus 50 Schülern wurden übrigens 25 gemacht...nur die "Besten" sollen mitmachen...tja, manches ist eben anders als bei uns Sonderpädagogen!🙄

Also....am Montag fahren wir gemeinsam mit Anna und Johannes und Vincent!! Natürlich....nach Mysore, etwa 160 km südwestlich von Bengaluru. Dort steht ein berühmter Palast des Maharadscha. Wirklich beeindruckend, schon von weitem! Vincent organisiert einen Fremdenführer ( wo auch immer er den so schnell aufgetrieben hat?? Er ist wirklich ein Organisationstalent!!!). In Englisch erklärt er uns den Palast und seine Besonderheiten... obwohl er eigentlich immer nur mit mir zu sprechen scheint ..( keine Ahnung wieso!???). Sein Englisch ist schwer zu verstehen und ich muss mich sehr konzentrieren oder Verständnis heucheln.

Und wieder sind da indische Besucher, die großes Interesse an einem Foto mit uns haben... seltsam, seltsam. Also haben wir unsererseits das Spielchen mitgespielt, nach Namen und Alter gefragt und die Gruppe junger Mädchen ebenfalls fotografiert. Sie freuen sich!


Highlight des Palastes sind die zwei Palastelefanten... für Geld oder ausreichend Tipp dürfen wir sie anfassen...oder sogar darauf sitzen!! Anna und Johannes steigen auf....sonst verzichten alle auf dies Erlebnis... ganz schön groß son Elefant!! Da käme ich gar nicht so ohne weiteres hoch, selbst, wenn der Elefant sich freundlicherweise hinlegt!! Von wieder runter will ich gar nicht schreiben 😜


Bei den MSC 

Missionary Sacre Coer in Mysore übernachten wir. Gemeinsames Abendessen in einem wunderbaren Gartenrestaurant ... bisschen wie ein bayrischer Biergarten. Genug Bier "hat's hier auch!!"

Interessante Gespräche mit P. Gerald, P. Paul, P. James, P. John Peter und den anderen Mitbrüdern 


Der 5-jährige Sohn Ahimelech des Koches lebt mit den Patres. So ein süßer Fratz! Beide, Große und Kleine, haben viel Spaß miteinander und aneinander.

Palmenherz , hat die Konsistenz ungefähr wie Litschis, ist sehr saftig und süß.

Besuch der theologischen Fakultät

Theologische Fakultät in Mysore bildet auch die jungen Salesianer zum Priester aus. Vier von ihnen haben in Bengaluru gelebt und freuen sich, Pater Vincent wieder zu treffen. 

In der Kapelle singen Anna und ich ein deutschsprachiges Friedenslied "Wie ein Fest nach langer Trauer". Das E -Piano steht gut getarnt, als kleine Truhenorgel oder Harmonium...in einem Holzschränkchen....und wir waren schon hoch erfreut, ein orgelähnliches Instrument entdeckt zu haben hier in Indien!!

Die Basilika von Mysore....sieht von aussen nach mehr aus. Innen ist sie nicht besonders geräumig und etwas sehr kitschig gestaltet. Zum Zoo wollten wir eigentlich noch, aber Dienstags hat der Löwe 🦁 Urlaub...und alle anderen auch!

8. März - Bangladore mit Anna und Johannes

Zu viert machen wir uns mit dem UberTaxi auf den Weg nach Bangalore. Erste Station ist der botanische Garten. Ohne bedonderes Update sind die UberTaxi schon nicht besonders komfortabel...der linke Außenspiegel hängt nur noch aus Gewohnheit am Wagen.

Der botanische Garten ist schön angelegt mit tollen altehrwürdigen Bäumen. Insgesamt aber, wahrscheinlich aufgrund der Trockenheit und Hitze, nicht gerade üppig bepflanzt. Den Bonsai-Garten haben wir erst gar nicht gefunden... "Weil die Bäume so klein sind", war Annas Meinung 😅.

Und wieder einmal sind wir als"Hellhäuter" gefragte Fotomodelle. Wir revanchieren uns und fotografieren unsererseits zurück!

Streifenhörnchen....ist es wohl Bernhard oder Bianca??

Diese Tierchen bevölkern den botanischen Garten.

Marienwallfahrt, leider habe ich vergessen, wie diese Kirche hieß....aber ich meine, das wäre die Basilika von Bangalore gewesen. Direkt neben einem Markt. Wir wollen ein paar Früchte kaufen, Anna hat "Gelüste" nach Ananas. Wir überlegen, geschnittene Ananas am einem Straßenstand zu kaufen. Die sind ja geschält und werden nicht mit dem "einheimischen",Wasser hier gewaschen...so weit, so richtig..

bis der Verkäufer kurz vor dem Verkauf, wahrscheinlich um die Frische der Früchte zu erhalten, diese noch mit Wasser besprenkelt 🙄...wir danken und kaufen halt doch keine 🍍 mehr..

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Impressionen 

...Kuh auf der Straße mitten im Feierabendverkehr!!! Das ist schon was Besonderes, da kann Pater Vincent sagen, was er will!

Abschied

There is a longing in our hearts - dieses Lied tragen wir zum Abschied in der Messe vor. Dankeschön P. Vincent und den OSFS für die Gastfreundschaft. Doch bevor wir fahren, sind wir noch an der feierlichen Übergabe der Zertifikate in der Schule beteiligt.

Eine großartige Schulfeier

Wir sind überrascht über die Perfektion der Feier und die hohe Wertigkeit , die der Übergang vom Kindergarten zur Schule hier hat. Da können wir in Deutschland aber auch nicht ansatzweise mithalten!!

Wir als "Chief guests" bekommen safranrote Umhänge und Doktorhüte mit Troddel. Großartig, wir können es kaum glauben und haben eine Mega Spaß. Auch die beteiligten Pater vollziehen diese Zeremonie mit Humor und Ernsthaftigkeit, eine schöne Mischung!

Es startet mir einer Einzugsprozession mit Blaskapelle. Uns erinnert es ein wenig an Schützenfeste bei uns auf den Dörfern. Auch die Kleinen sind mit Umhang in glänzend blau und Doktorhut dem feierlichen Anlass entsprechend gekleidet.

Jeder von uns wird persönlich vorgestellt und mit einem Begrüßungszeremoniell geehrt.

Wir präsentieren mit den Deutschklassen 5, 6 und 7 das deutsche Lied "Ein Segen". 

Der Schoolchoir singt die Schulhymne und eine Tanzgruppe zeigt traditionelle Tänze. Alles auf höchstem Niveau und mit größter Perfektion. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Ansprachen werden zum Teil von SchülerInnen gehalten... Auch hier stimmen Ausdruck, Betonung und szenische Darstellung , unvorstellbar wie gut das eingeübt und trainiert ist. 

Willi hält eine Rede auf englisch an die Eltern, Kinder und die Lehrerinnen.

Film folgt noch 

Dankbar und bereichert durch gute Gespräche, Erfahrungen und Kontakte geht's mit dem Taxi zum Flughafen. 

Es war wunderbar bei Euch!!

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