UK - Reise durch Südengland

Canterbury Cathedral
Canterbury Cathedral

Start in Zell an der Mosel 

Wir starten an der Mosel auf einem Stellplatz in Zell direkt am Fluss. Gegenüber liegt das Städtchen und über eine nahe Fußgängerbrücke kommen wir auch mit unserem Tandem hin. Nettes Städtchen, nehmen die trockenen Ausläufer eines Stadtfestes „längste Tafel…“ mit.
Einen Tag nutzen wir und befassen uns mit der Endkorrektur für Pauls Bachelorarbeit. Jetzt ist er damit auch durch…!
Belgische Nachbarn berichten uns begeistert von ihren zahlreichen Englandtrips mit dem Camper, geben uns viele Tipps und ermutigen uns diese Reise wirklich zu unternehmen. Campingplätze haben sie nie vorgebucht...nur die Fähre. So machen wir es dann auch! Enge Straßen...kein echtes Problem, wenn man vorrausschauend plant und fährt. We will see!

Stellplatz in der Nähe der Fähre / Calais

Wir starten Richtung Fähre in Calais und übernachten auf einem kleinen Stellplatz in Frankreich am Meer (Tipp der Belgier), der Name lautet: Aire de Camping grand Fillipe. Nur ca. 10 Plätze, kostenlos und liegt fußläufig an einem parkähnlichen Dünengebiet am Meer. Kann man nach der langen Fahrt schön spazieren gehen. Keine Infrastruktur am Platz. Bis zur Fähre in Calais fährt man nach ungefähr 30 Minuten.


Eindrücke von der Überfahrt nach Dover

Canterbury


 Dover aus fahren wir erst einmal einkaufen, da wir alle tierischen Lebensmittel vor der Einreise entsorgen mussten, sind wir kühlschranktechnisch blank. Zunächst ein Schrecken...der Supermarkt hat eine Höhenbegrenzung an der Zufahrt zum Parkplatz. Trotz der angegebenen Höhe von 3,20 m…. eher knapp für uns… passen wir locker drunter her. Beifahrerinkontrolle von außen unbedingt erforderlich. Also „Bange machen gilt nicht“ und der Engländer kann nicht so gut messen...scheint es.

Im Linksverkehr geht es weiter nach Canterbury. Das ist eine Fahrt von ungefähr 30 Minuten. Wir steuern den Campingplatz dort an, Canterbury Campsite. Dort treten wir dann dem Camping key Europe bei, das ist eine Organisation, die verschiedene Campingplätze vereint und die dann für Mitglieder verbilligte Tarife anbieten. Der Beitritt zu so einem Campingclub wird für England empfohlen, ist aber von Deutschland nur als ADAC-Mitglied möglich. Über einen Trick der KI kommen wir schließlich ohne ADAC-Mitgliedschaft über Norwegen rein!? Crazy…
Der Platz ist „very british“ und sehr gepflegt, der Rasen wird gehegt und gepflegt und darf nicht von einer Markise überdeckt werden, Mitcamper legen Wert auf die richtige Ausrichtung des Wohnmobils...so wie alle, sollen wir uns hinstellen. Yes, of course!
Nach der Ankunft kommt ein riesieges Unwetter mit Sturm, Wind, Hagel und Starkregen...ich rette unserer Markise, indem ich mich quasi daran hänge und werde pitschenass.
Die Stadt Canterbury ist entweder mit dem Bus oder mit dem Rad in 10 Minuten zu erreichen. In der Stadt selbst gibt es angedeutete Radfahrspuren auf der Straße. Angenehmes Radfahren ist das nicht, funktioniert aber. Achtung Linksverkehr! Einmal beim Abbiegen nicht aufgepasst… da war es knapp! Der Weg enthält eine etwas heftigere Steigung, die aber zu schaffen ist, auch wenn der Motor ausfällt.
Canterbury ist ein wundervolles, sehr historisches Städtchen. Die Kathedrale ist beeindruckend und vielfältig zu besichtigen. Das Ticket gilt für ein ganzes Jahr. An diesem Tag fanden dort die Gradutaionzeremonies für die Studenten statt. Man fühlte sich wie bei Harry Potter...alle jungen Leute mit Roben und Doktorhüten, begleitet von den Eltern in schickester Abendgarderobe.
Da dadurch weiter Teile der Cathedral nicht zur Besichtigung frei standen, gab es einige besondere Räume anzuschauen, die nur selten geöffnet werden. The libraray and the reading Room! Beeindruckende historische Schätze...Abschriften der auf Leder handschriftlich gestalteten Bibel z.B.. In der Krypta ist das Grab de heiligen Anselm von Canterbury zu besichtigen.
Im Old Moak Cafe gibt es Cream Tea...Dieses alte, historische Cafe hat kaum eine gerade Wand und ist winzig aber urgemütlich. 
Gegenüber ist eine Bar und Restaurant, die zur „Weatherspoon Association“ gehört, auch ein Tipp der Belgier, darunter schließen sich verschiedene Gastronomien zusammen, die täglich das gleiche Gericht zu überschaubaren Preisen anbieten. Dabei wechselt das Gericht je nach Wochentag. Bemerkenswert ist die Art und Weise der digitalen Bestellung...per App gibt man Restaurant und Tischnummer und seine Bestellung an, bezahlt direkt und wartet dann gespannt. Tatsächlich kam nach einer kurzen Zeit ein Kellner mit unserer Bestellung zielstrebig an unseren Tisch. War jetzt kein Gourmetgenuss, aber okay.
Evening song in der Cathedral: wunderbar toller Chorgesang und man saß im Chorgestühl in langen Reihen gegenüber...wie in den Filmen von Harry Potter...das sollten wir wirklich noch öfter denken!
Ein Besuch der Fußgängerzone am nächsten Abend und einem Restaurantbesuch am Flüsschen rundet unseren Ausflug nach Canterbury ab.
Fazit: Immer schön links bleiben, Radwege können die Holländer besser, Cream Tea ist immer noch lecker und die englische gesungene Liturgie ist klangvoll und ein Traum

Mein GeburtstagsCreamTea... Im Old Moak in Canterbury 

The South Lytchett Manor / Campingplatz nahe Poole und Swanage


Wir fahren weiter Richtung Westen und entscheiden uns für die Autobahn, die südlich an London vorbei führt. Nicht so eine gute Entscheidung, finden wir. Die Bahn ist total voll und das Reisen ist stressig, Staus inbegriffen.
Wir bekommen einen wunderbaren Stellplatz mit Wasser und Strom.
In der Nähe liegt Poole, eine Stadt am Meer. Wir trauen uns mit dem Rad zu fahren. „Ein wunderbarer Radweg durch einen Park und nur über Radwege“, so schwärmt uns die Rezeptionistin vor.
Radwege sind hier oft nur aufgemalte Streifen mit einer Breite von ca. 30 cm auf den Straßen, häufig zugeparkt und die Autofahrer sind hier an Radfahrer nicht wirklich gewöhnt. Der Straßenlärm ist stressig für uns auf dem Tandem! Poole hat einen netten Pier und wir fahren noch weiter zum Sandstrand „Sandbanks“. Auch hier wieder viel Straße zu fahren. 45 Minuten dauert die Fahrt zurück und wir sind genervt. Dabei war der Strandbereich wirklich ganz nett!
Am nächsten Tag nehmen wir den Bus nach Swanage, ein Küstenort noch etwas weiter südlicher als Poole. Ein Mitcamper hat uns das empfohlen, besonders weil in Swanage zur Zeit ein großes Volksfest sei und die Fahrt mit dem Bus einfach atemberaubend schön und preiswert sei.
Stimmt alles! Die urigen Örtchen (wie bei Wallace + Gromit!!) und die Landschaften waren vom Bus aus stressfrei zu bestaunen. Die Busfahrer der hier üblichen Doppeldeckerbusse fürchten Tod und Teufel nicht...und auch keine Büsche, Bäume und Sträucher...die hier die engen Straßen begrenzen. Augen zu und durch!
Auf dem Fest, eine Art Kirmes, in Swanage lernen wir zwei „locals“ kennen, Pat und Steven. Zwei englische Rentner mit einer interessanten Vita (5 Jahre Papuaneguinea…). Netter Kontakt.
Wir essen „Fish and chips“ to go...direkt aus dem Papier mit den Fingern...dann fahren wir mit dem Bus zurück. Eine Nacht können wir auf dem Platz noch verlängern, müssen allerdings umziehen auf das Wiesenfeld ohne Wasser und Strom...null problemo!

Bredy Farm in der Nähe von Burton Bradstock


Mal ganz was anderes...große Wiese, schnuckelige Farm mit schönem Obstgarten (aber leider nur für Zelte) und einem kleinen Bach. Am Wochenende ist hier immer richtig was los, ca. 300 Leute feiern hier regelmäßig ein Musikfestival mit DJ`s. Als wir am Montag ankommen, sind noch zwei -drei versprengte Gruppen vertrteten...und wir.
Toiletten sind aus Holz gebaut und ohne Wasser als Plumpsklöe gestaltet. Das Wochenende wurden die sicher gut genutzt, ich verzichte auf eine Besichtigung!
Auf der Farm selbst, die etwas weiter enternt liegt, gibt es aber auch WC`s und Duschen.
Wir stehen direkt am Flüsschen, malerisch.
Zur Begrüßung gönnen wir uns einen Cider, der hier vor Ort hergestellt wird. Die Menge des ausgeschenkten Getränks überfordert uns jedoch massiv und auch mit einem derartigen Alkoholgehalt hatte ich nicht gerechnet...musste nachmittags erst einmal schlafen, während Willi das Umland zu Fuß erkundet.
Zu Fuß oder auch mit dem Rad kommt man zum Meer. Kleine Bucht mit touristischer Infrastruktur und Zugang zum „SouthcoastPath“...ein Traum!
Wir genießen Scones und Cream Tea und fahren die 15 Minuten zurück zur Bredy Farm.
Abends sind wir dann noch in der farmeigenen Gastronomie eingekehrt. Lecker.. aber nicht so günstig!
Nach 2 Nächten geht es weiter Richtung Westen

Ausflug nach Burton Bradstock, Meer und South Coast path

Nobody... außer uns /Bredy Farm 

RoadFord Lake in Devon an der Grenze zu Cornwall 

Auf dem Weg zum RoadFord Lake machen wir einen Abstecher in den Dartmoor Nationalpark und machen einen kleinen Gang am Rande eines Stausees. Für mich war das ein "großer Gang", schließlich sind wir bestimmt eine Stunde gewandert. Toll!


Am Campingplatz am RoadFord Lake ist mal wieder kaum jemand außer uns... Seltsam ist doch eigentlich High Season. Ein kleines Café am anderen Ufer kann man fußläufig in 30 Minuten durch Wald und Feld erreichen. Leider hat es schon geschlossen, als wir ankommen. Willi kann hier mit seinem Sub auf den See... Muss hier  aber eine Schwimmweste tragen. Unser Pitch gefällt uns gut denn wir haben seitlichen Seeblick. Rad fahren tun wir hier nicht.... Kein Radwegenetz und enge Straßen mindern das Fahrvergnügen. 

Überschrift

Cofton Holiday Park


Ein großer Platz mit Freibad und Innenpool, Sauna, Animation und alles so was.... Vermeintlicher Camper Luxus. Hier ist es tatsächlich voll! Die Engländer campen häufig in Gruppen, mit Oma und Opa oder befreundeten Familien. Das fällt mir auf, es gibt zahlreiche Zeltburgen, überhaupt sieht man extrem viele Zelte und weniger Wohnmobile.

Eine Abend Veranstaltung wollten wir gern besuchen. Angekündigt war eine "vocal artist" mit Hits der 60 er Jahre. Kann ja nicht verkehrt sein, denken wir!

Im Veranstaltungsraum ist die vorhergegangene Show noch nicht zu Ende.... Familien mit kleinen und kleinsten Kindern erfreuen sich hier einer unerträglichen Lautstärke und inhaltlich ist es auch nur zum fremd schämen.... Wir flüchten nach draußen und warten auf den nächsten Act. Was soll ich sagen, es war natürlich auch nur Playback, unerträglich laut und einfach schlecht... Zu Hause ist am schönsten!!

Wir sind hier in der Nähe von Exeter an dem Fluss Exe und man kann hier wunderbar Rad fahren. Richtige Radwege!! Unser erstes Ziel ist das "Turf Hotel", eine Gastronomie direkt an der Exe mit großem Biergarten.... Wunderschön! Dann fahren wir noch am Strand in Dawlish vorbei.... Viel Remmidemmi und etwas Sandstrand.

Am nächsten Tag wollen wir eigentlich mit der Fähre plus Tandem rüber nach Exmouth und dann um die Exe herum zurück fahren. Leider ist der Fährhafen nur über Treppen zu erreichen... Das Tandem zu tragen ist keine Option. Schade!

Wir fahren weiter bis Exeter zur Cathedral... Alles Radwege! In der Cathedral findet gerade als wir ankommen der "evening Song" mit Chor statt. Wundervoller Chorgesang, tolle Kathedrale... Das hat sich gelohnt. Ansonsten hat Exeter nicht viel zu bieten. Abendessen im Hafen.... Dann geht es ca. 1 Stunde zurück zum Platz. 

Exe 

Manor Farm in Burton Bradstock


Ein Zufallsfund ist dieser Platz... Eigentlich wollten wir auf den benachbarten Platz einchecken... War aber alles voll.... Zum Glück, hab ich halt weiter gesucht im Netz. Dieser Wiesenplatz der Manor Farm ist es geworden und er befindet sich zufällig genau neben dem ursprünglich ausgesuchten Platz (freshwater). Zugang zum Meer haben beide. Und in Burton Bradstock waren wir tatsächlich schon mal, als wir auf der Bredy Farm waren. So erkennen wir einiges wieder, das ist auch schön.

Steve (Platzwart) und Peter (Landlord) sind sehr freundlich und freuen sich besonders über unser abendliches Alphorn Ständchen. Unser Freund Meinolf hat heute Geburtstag... Der ganze Campingplatz gratuliert ihm schließlich... Singend und Alphorn spielend.... Sehr witzig!!!

Wir machen eine Küstenwanderung Richtung "hive brach" und Burton Bradstock. Tag später geht es in die andere Richtung nach West Bay. Auch hier oben über die Klippen, an einen Golfplatz angrenzend. Wir treffen in West Bay Gerald, ein 87 jähriger Brite, der viel zu erzählen hat und uns zum Tee einlädt. Nette Begegnung! 

Abends zum Dinner in den Pub "The three Horseshoes" 


Wanderung nach West Bay

Bodian, The Hub

Nur eine Nacht verbringen wir hier auf diesem Platz an einem Flüsschen. Auf diesem Gewässer kann Kanu oder Sub gefahren werden. Wir machen einen kleinen Rundgang ums Gelände und ybends ein Feuer zum Grillen. Alles wild romantisch! Das Frühstück im dazugehörigen Restaurant lassen wir dann doch aus.... Zu viel englische Zutaten.... Bacon, saussages and beans.... Morgens nicht so unser Ding 🤭

Folkfestival in Broadstairs


Campsite an der Dane Grammar School ist leicht zu finden. Anmeldung klappt problemlos.... Die doppelte Buchung wird zur Kenntnis genommen und es wird eine zügige Rückerstattung versprochen. 

Wir bekommen, trotz anderweitiger Buchung....!!, ein All inklusive Armband bis Montag. Damit dürfen wir in alle Konzerte und Workshops kostenlos rein. Großartig!

Wir fahren mit dem Rad in die Stadt.... Ungefähr 10 Minuten braucht man, wenn man sich nicht verfährt... Und parken  an der Baptistenchurch. Dort findet abends ein tolles Konzert mit dem Duo "Suthering" und der Gruppe "Flook" statt. 

Broadstairs Folk Festival
Broadstairs Folk Festival

Freitag in Broadstairs


Doppelt gebucht und doppelt bezahlt... Durch irgendwie einen technischen Fehler ist uns das passiert. Dann soll es wohl doppelt gut werden... 

Der Campingplatz ist eine große slSportwiese an der Dane Grammar School. Viele Plätze sind zur Auswahl.

Zur Stadt und beach sind es mit dem Fahrrad 10 Minuten... Wir können uns beide zunächst nicht so richtig orientieren... Das wird auch noch bis zum letzten Tag hier so bleiben 🤔.

Am Meer gibt es Livemusik am Bandstand, ein altehrwürdiger Pavillon als Bühne genutzt. "Boxwood Chessmen" heißt die Gruppe, drei Männer und eine Frau als Lead Sängerin. Gitarren, Concertina.... English style... So wie man es sich vorstellt.

Abends gibt es ein Konzert von einem Gesangsduo "Suthering"... Die beiden Frauen präsentieren wunderbare Harmonien und selbst komponierte Balladen. Unglaublich schön, zum Dahin schmelzen. By the way, entgegen unserer Buchung, können wir alle Konzerte gratis besuchen.... Kostet eigentlich 35 pf!!!! Entgegenkommen der Festivalorganisation.... Don't know why??!

"Flook" heißt die zweite Band des Abends.... Tinwhistle, große Querflöte und Gitarre und... KeltischeTrommel..unfassbare tempi bringen die vier Musiker auf die Bühne. Wir sind begeistert... Und nicht nur wir!! 

Tt

Video oben 

Samstag in Broadstairs


Wir starten mit einem Workshop bei julu and hege von Suthering und lernen zwei Songs kennen. Leider schon wieder vergessen.... Es macht viel Spaß, in der Gruppe mit diesen beiden exquisiten Künstlerinnen zu singen. Bezaubernd! 

Nachmittags gehen wir in einen "singaround", so nennen Sie hier ein spezielles Format, wo sich Leute treffen um zu singen und sich gegenseitig Lieder und Songs vorzustellen. Wir beteiligen uns mit dem Kanon "Rhythm and syncopation" und "Dona, dona".... Chan Reid ist die Leitung, ist Irin und Expertin für keltischen Gesang, jedenfalls.... Sie ist begeistert von den Liedern und will sie in ihr Repertoire aufnehmen. 

Anschließend schauen wir uns die große Parade mit vielen vielen Tanzgruppen in unterschiedlichen Verkleidungen an. Amazing!! 

Abends auf dem Campsite ... Alphorn spielen schafft Bekanntheit und schafft Kontakte. Wir ziehen mit dem Wohnmobil um,... leider sind uns andere Camper sehr nah "auf die Pelle" gerückt.... Und stehen zufällig genau neben Chan und ihrem Partner Steve. Abends sind wir eingeladen zur musikalischen Session mit deren Freunden.... Ein toller Abend! 



Tt

Auf den Straßen sehen wir viele verschiedene Volkstanzgruppen. Die meisten mit Glöckchen an den Kostümen kann man schon von weitem auch hören. An den zentralen Plätzen in der Stadt und an der Strandpromenade führen Sie Ihre Tänze auf. Viele unterstützt durch eigene Musiker. Rhythmisch begleiten die Tänzer und Tänzerinnen häufig ihre Tänze durch Stöcke aus Holz oder auch Metall. "Morrison dancer" werden die hier genannt. 

Abends auf dem Campingplatz werden wir nach unserem atemberaubendem Alphorn Ständchen bei den Nachbarn zur musikalischen Session eingeladen. Nach unserem Umzug auf dem Platz stehen wir jetzt in direkter Nachbarschaft zu Chan und Steve. Chan Reid aus Hastings ist hier aktive Künstlerin des keltischen Gesangs und gibt hier verschiedene Workshops, kleine Konzerte und Gigs in Pubs. Wir haben bei ihr an einem Singaround teilgenommen.... Dort trifft man sich, um sich gegenseitig Lieder und Songs vorzustellen und beizubringen. Wir haben den Kanon "Rhythm and syncopation" vorgestellt und das Lied "Dona, dona" vorgetragen. 

Abends im "Hub" im Zelt auf dem Campingplatz trifft man sich zum gemeinsamen Musizieren.... Jeder wie er will und wie er kann. Unglaublich.... Viele englische Melodien sind hier  allgemeinen bekannt und können von allen auf ihren Instrumenten ohne Noten mitgespielt werden... Aber auch unserem Vortag vom "Sandmann". auf deutsch wird aufmerksam zugehört. Alt und Jung erleben hier jeden Abend eine wunderbare gemeinsame Zeit. Toll!! 

Chan und Steve treten im Pub "The Magnet" auf. Wir fahren mit einem Künstlertaxi dort hin. Schöne Songs und tolle Stimmen.... Es macht Spaß, ihnen zuzuhören. Chan ist in der englischen Folkszene berühmt und bekannt für ihre Performance keltischer Lieder mit ihren typischen Formen der Ornamentierung und Sliding der Töne. Ich habe zwei Workshops zu diesem Thema bei Chan belegt. Gar nicht so einfach!! Keltischer Gesang ist harmonisch und rhythmisch nicht gebunden und nur die Stimme und der Text kommen zum Einsatz. 


Am Sonntag haben wir noch einen Workshop zu englischen "Christmas carrols aus Kent" mitgemacht. Tolles Lied material können wir jetzt hier in der Weihnachtszeit einsetzen. Von einem Teilnehmer haben wir noch eine mailadresse bekommen.... Music Direktor aus London!!. Hier können wir noch viele englische Weihnachtslieder runter laden. Außerdem sind wir mittwochs um 7 zur Chor Probe nach London einladen 😃😃.

Von Sandwich aus fahren wir noch 1Tag zum Festival.... Der Campingplatz in Sandwich ist gar nicht so voll, wie der Mitarbeiter am Telefon mit mir behauptet hatte.... Seltsam! Sehr gepflegt und ruhig, das tut ganz gut nach dem Trubel in Broadstairs. 

Ausflug nach St Mary's Bay und Besuch von Ulrike, der Schwester von Jutta Ehmann.... Wir kommen auf der Noorwood Farm unter.... Eine Farm mit camping Wiese mitten in den Feldern. Sehr schön!!

Ulrike hat sich sehr über unseren Besuch gefreut, auch wenn sie erst mit 45 Minuten Verspätung aufgetaucht ist. Die Nachbarin hat uns in ihr Häuschen eingelassen, welch ein Vertrauen!

Ulrike hat ihr Knie eingegipst nach einer verkorksten Operation. 

Samstag, 16.8., unsere Fähre der Irish ferries fährt um 12.30 Uhr ab. Wir sind recht früh da, weil uns alle vor mega Staus vor Dover gewarnt haben. War aber gar nicht schlimm!

Die Rückfahrt war dann auf eine Art und Weise.... Beschissen 🤭🤭😆

Soooo ein schöner Urlaub!! England ist ein tolles Land. Wir kommen sicher noch mal her. 

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